Bordschomi (oder auch Borjomi, je nachdem man das georgische ჯ interpretiert) ist ein historischer Kurort im kleinen Kaukasus. Schon Stalin, Beria, Tolstoi und Tschaikowski machten hier regelmäßig Urlaub oder hatten hier ihre Sommerresidenzen.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion kamen aber kaum mehr Besucher in die Region und die Gegend verarmte immer mehr. Seit einiger Zeit gibt es aber Bemühungen der georgischen Regierung die Region wieder attraktiv für Touristen zu machen. Auch der benachbarte Bordschomi-Charagauli-Nationalpark bietet sich gerade trekkingbegeisterten Touristen an.

Im Kurpark befindet sich die Quelle des Bordschomi Heilwassers. Das Wasser ist sehr schwefelhaltig und soll gegen alles mögliche helfen. Man kann das Wasser direkt aus der Quelle trinken oder auch in mitgebrachten Behältern abfüllen. Mein Rat: Lasst es bleiben, es ist einfach ekelhaft.

Weiterhin gibt es im Park eine Art Freizeitpark, in dem leider nicht so wahnsinnig viel los ist. Aber es lohnt sich durch den Park zu spazieren. An dessen Ende führt ein Waldweg weiter hinauf zu einem öffentlichen Bad der auch durch schon benanntes Schwefelwasser gespeist wird. Es kostet 5 Lari Eintritt, also Badehose nicht vergessen.


Im Ort selbst hat sich auch so einiges getan: Das Crowne Plaza Hotel in Bordschomi wurde vor ein paar Jahren erst neu eröffnet und bietet seinen Gästen einen tollen Spa Bereich zu günstigen Preisen, jedenfalls was den internationalen Vergleich angeht. Das Hotel gehört zur IHG (Intercontinetal Hotel Group) und ist wirklich sehr schön gemacht. Wir haben zwei Nächte dort verbracht und ausgiebig den Spa Bereich getestet. Das einzige was uns, jaaaa nicht wirklich gestört hat, aber was auf Unverständnis gestoßen ist: Wenn man duscht, setzt man das komplette Bad unter Wasser weil bei der bodentiefen Dusche einfach eine Wasserbarriere fehlte. Das war aber auch wirklich der einzige Kritikpunkt.

Absolutes Highlight für Eisenbahnfans ist die Schmalspurbahn die sich von Bordschomi 39km lang nach Bakuriani durch die Berge schlängelt. Die „Elektrischka“ gibt es seit 1902, bietet aber leider nur 2 Fahrten am Tag an. Es ist die letzte verbliebene Schmalspurbahn im Land.

Ein kleines Drohnenvideo (und ja, die Musik kann man auch abstellen)

 

Kategorien: Südgeorgien

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