18. November 1983:

Die Tifliser Flugzeugentführung war der Versuch sieben junger Leute der Intelligenzija ins westliche Ausland zu flüchten. Dabei entführten die Luftpiraten eine Tupolev 134 A der Aeroflot, die von Tiflis über Batumi nach Leningrad unterwegs war mit Waffengewalt.

Das Flugzeug war mit 64 Personen inclusive der Crew besetzt. Die Maschine sollte zur Landung in der Türkei gezwungen werden. Nach mehreren Schusswechseln bei denen 2 Personen der Besatzung und ein Entführer getötet wurden, landete das Flugzeug wieder auf dem Flughafen in Tiflis.

Der damalige Präsident, Eduard Schewardnadze, bezeichnete die Luftpiratet als „Banditen und Drogenabhängige“.

Bei der anschließenden Befreiungsaktion die durch eine ALFA Spezialeinheit aus Moskau durchgeführt wurde, starben zwei weitere Entführer. Die restlichen wurden festgenommen und in dem späteren Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Einzig die damals 19 jährige Tina Petviashvili entging der Todesstrafe. Alle anderen wurden hingerichtet.

Filme:

Der georgische Regisseur Zaza Rugadze hat die damaligen Ereignisse in einem Dokumentarfilm verarbeitet (Bandits – 2003).

Der Film Hostages (2017) ist ein Spielfilm von Rezo Gigineishvili, der auf der Berlinale uraufgeführt wurde und auf der Flugzeugentführung basiert.


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